Nach über zehn Jahren Elektronikentwicklung und Firmware-Programmierung bin ich von einer Sache überzeugt: Die saubersten Produkte entstehen, wenn man keine harte Grenze zwischen der Hardware und dem darauf laufenden Code zieht.

Ein System, nicht zwei Übergaben

Wenn eine Schaltung isoliert entwickelt und dann „über die Wand geworfen" wird, summieren sich kleine Unstimmigkeiten. Ein Pin, der in Software schlecht erreichbar ist, ein fehlender Testpunkt, eine ADC-Referenz, die unter Last driftet — jede dieser Kleinigkeiten ist im Schaltplan günstig zu beheben und im Code teuer zu umgehen.

Beide Seiten gemeinsam zu entwerfen, erlaubt Kompromisse dort, wo sie am günstigsten sind:

  • Eine Funktion in Hardware verlagern, wenn das Timing kritisch ist.
  • Sie in Firmware verlagern, wenn Flexibilität wichtiger ist als Tempo.
  • Testpunkte und Diagnosen ergänzen, die den Serientest schmerzlos machen.

Es zeigt sich im Detail

Das ist die Denkweise hinter allem, was ich hier veröffentliche: Schaltpläne, die die Firmware respektieren, und Firmware, die das Silizium respektiert. Das Ergebnis sind Produkte, die mit weniger Überraschungen in die Serienfertigung gehen.